Milk Stout, Chirstopher Ale, Coffee Porter, Oak Aged Biere mit Verbotsschild

Weitere Biere bald verboten?

erstellt von Camba

Nachdem bereits das Camba Milk Stout in Deutschland nicht mehr verkauft werden darf, wurden nun auch Proben des Christopher Ale, Coffee Porter und Oak Aged Amber Ale-Rum gezogen.

Irreführend oder irrational? Milk Stout in Deutschland verboten!

In Deutschland produziertes Milk Stout ist auf Grund seiner Rohstoffe von den Behörden aus weder Bier noch Biermischgetränk. Es ist irreführend für den deutschen Verbraucher. Somit ist dieser international anerkannte Bierstil zum „Getränk“ degradiert worden und ist in Deutschland ohne weiteres so nicht verkehrsfähig.  Das deutsche Steuerrecht sieht das allerdings anders: Der Zoll hat uns mitgeteilt, dass es sich sehr wohl um einen anerkannten Bierstil handelt, der biersteuerpflichtig ist. Wir prüfen zurzeit eine Produktion im nahegelegenen Ausland, damit wir Camba Milk Stout möglichst schnell wieder anbieten können, dann sogar legal als Bier.

Nebenbei gibt es in den Bundesländern Thüringen und Niedersachsen Sondergenehmigungen für den traditionellen, belgischen Biertyp Wit, gebraut mit Orangenschalen und Koriander. Diese Biersorte darf dort nun als „besonderes Bier“ deklariert werden.  In Bayern dagegen herrschen andere Regeln: das bayerische Reinheitsgebot lässt keine Sondergenehmigungen zu.

Sind Christopher Ale und Coffee Porter als nächste dran?

Kürzlich bekamen wir Besuch eines staatl. Getränkekontrolleurs des LGL (Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit). Es wurden gezielt Proben des Christopher Ale (ein belgisches Wit-bier, bei uns als Biermischgetränk gekennzeichnet) und des Coffee Porter (gekennzeichnet als Biermischgetränk mit Kaffee) genommen. Wir dürfen annehmen, dass es in Kürze zu einem weiteren Verbot dieser beiden Camba Biere kommen wird – und das nur, weil es keine passende Deklaration dafür gibt. Hier stellt man sich die Frage wieso die deutschen Behörden und Verbände  noch keinen geeigneten, einheitlichen Begriff für einen international anerkannten Bierstil gefunden haben. Dies hält auch der Kontrolleur, selbst ein Braumeister, nach eigener Aussage für „unverständlich“.

Oak Aged Biere auch in Gefahr?

Zudem wurde eine Probe des Oak Aged Amber Ale – Rum gezogen. Werden nun alle holzfassgereiften Biere auch nicht mehr „verkehrsfähig“ sein? Das Craft- Beer des Jahres 2015, Oak Aged Milk Stout – Bourbon sicherlich. Ist das von einer hochrangig besetzten Jury zum nationalen Craft- Beer des Jahres gewählte Bier ein Getränk, das gleich zweifach kein Bier sein darf?! Geschmeckt hat es der Jury wohl dennoch.

Jetzt heißt es noch schnell zuschlagen und Christopher Ale, Coffee Porter, Oak Aged Biere genießen – wer weiß wie lange diese „Biere“ noch käuflich zu erwerben sind?

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